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ToggleDer Sinuslift ist ein Knochenaufbauverfahren, das durchgeführt wird, wenn die Knochenhöhe im hinteren Bereich des Oberkiefers unzureichend ist. Ziel ist es, eine sichere Grundlage für Implantate zu schaffen. Die Planung erfolgt auf der Grundlage einer Untersuchungstomographie. Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Eine sorgfältige Planung und Erfahrung sind entscheidend für das Ergebnis.
Sinuslift: Grundlegendes Konzept
Im Oberkiefer befinden sich direkt über dem Backenzahnbereich Sinushöhlen. Bei einer Zahnextraktion wird der Knochen dünner und die Sinushöhle sackt ab. Beim Sinuslift wird die Sinusmembran vorsichtig angehoben. Darunter wird ein Knochentransplantat eingesetzt. Dadurch wird die für das Implantat erforderliche Höhe geschaffen.

- Problem: Geringe Knochenhöhe im Oberkiefer, z. B. 3–6 mm
- Lösung: Anhebung der Sinusmembran und Schaffung von Volumen durch ein Transplantat
- Ziel: Das Implantat stabil und langlebig machen
- Planung: Risikobestimmung mit CBCT (3D-Bildgebung)
- Ergebnis: Das Transplantat reift innerhalb von 4 bis 9 Monaten heran, und das Implantat sitzt fest.
Wie wird ein Sinuslift durchgeführt? Schritt für Schritt
Die Methode wird anhand der Knochenhöhe und der Anatomie der Kieferhöhle ausgewählt. Bevorzugt wird die „laterale Fenstertechnik“ oder die „kammförmige (Osteotomie-)Technik“. Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, ist blutungsfrei und kontrolliert. Bei Bedarf wird das Implantat noch während derselben Sitzung eingesetzt.

- Seitliches Fenster: In der Seitenwand wird ein kleines Fenster geöffnet und die Membran angehoben.
- Krestaler Zugang: Weniger invasiver Zugang durch das Zahnfleisch
- Transplantatart: Autotransplantat, Allotransplantat, synthetisches Transplantat oder Mischungen
- Membran: Barriere zum Schutz und zur Stabilisierung des Transplantats
- Implantat in derselben Sitzung: Möglich bei Knochen ≥4–5 mm; andernfalls zweistufig
Für wen ist ein Sinuslift geeignet? Für wen ist er nicht geeignet?
Es ist ideal für Patienten mit unzureichender Knochenhöhe und einem erschlafften Sinusboden. Rauchen, unkontrollierter Diabetes und aktive Sinusitis erhöhen die Risiken. Zunächst wird der systemische Zustand stabilisiert. Bei Bedarf wird eine HNO-Untersuchung durchgeführt.

- Geeignet: Patienten, die Implantate im oberen Molarenbereich planen
- Anforderungen: Gute Mundhygiene, Bereitschaft zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen
- Vorsicht: Allergische Rhinitis, chronische Sinusitis, Schleimhautpolypen
- Kontraindikationen: Aktive Infektion, unkontrollierte systemische Erkrankung
- Entscheidung: Gemeinsame Beurteilung durch Zahnarzt + HNO-Arzt
Risiken, Genesungsprozess und Vorsichtsmaßnahmen
Wie bei jeder Operation gibt es Risiken; diese sind bei korrekter Technik gering. Das häufigste Problem ist ein Riss der Nasennebenhöhlenmembran; in den meisten Fällen kann dieser repariert werden. Die Genesung verläuft schnell; die ersten 48 Stunden gelten als kritisch.

- Frühstadium: Schwellung, leichte Blutergüsse, Schmerzen; kalte Kompressen werden empfohlen.
- Medikamente: Antibiotika, Schmerzmittel, Spray; die Anweisungen des Arztes werden befolgt.
- Einschränkungen: Kräftiges Schnäuzen der Nase, Zurückhalten von Niesanfällen, Tauchen, anstrengende Sportarten
- Pflege: Sanftes Zähneputzen, antiseptische Mundspülungen, weiche Ernährung
- Nachuntersuchungen: Fädenentfernung in der 1. Woche; Heilungsüberwachung im 1. bis 3. Monat; Transplantatreifung im 4. bis 9. Monat
Alternativen und Faktoren, die den Erfolg steigern
Ein Sinuslift ist nicht bei jedem Patienten erforderlich. In manchen Fällen sind Alternativen geeignet. Der Erfolg steigt mit guter Planung und Gewohnheitsmanagement.
- Alternativen: Kurze Implantate, abgewinkelte Implantate, transsinusale/zygomatische Techniken
- Planung: Analyse des Sinusvolumens, des Septums und der Schleimhautdicke mit CBCT
- Erfahrung des Chirurgen: Reduziert Komplikationsraten, verkürzt die Dauer
- Auswahl des Biomaterials: Kompatibles, volumenbewahrendes Transplantat + geeignete Membran
- Gewohnheiten: Raucherentwöhnung, Bruxismus-Kontrolle, regelmäßige Kontrolluntersuchungen
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Sinuslift – Häufig gestellte Fragen
Ist ein Sinuslift ein schmerzhafter Eingriff?
Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Während des Eingriffs sind keine Schmerzen zu erwarten. Leichte Schmerzen und Schwellungen nach dem Eingriff sind normal und können mit Medikamenten behandelt werden.
Wann kann nach einem Sinuslift ein Implantat eingesetzt werden?
Das hängt von der Knochenhöhe ab. Bei ausreichender Stützstruktur kann es während derselben Sitzung eingesetzt werden. Bei unzureichender Stützstruktur lässt man das Transplantat reifen, in der Regel 4 bis 9 Monate.
Was passiert, wenn die Sinusmembran reißt?
Kleine Risse können mit einer Membran repariert werden, und der Eingriff kann abgeschlossen werden. Bei einem großen Riss kann der Eingriff verschoben werden. Er wird nach der Nachuntersuchung und Heilung neu geplant.
Ist ein Sinuslift für jeden erforderlich?
Nein. Das Problem kann mit kurzen Implantaten, einer abgewinkelten Platzierung oder anderen Protokollen gelöst werden. Die Entscheidung wird anhand einer 3D-Planung und der klinischen Situation getroffen.